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Leibrente / Zeitrente

Vorraussetzung:
Der zukünftige Leibrentenbezieher und sein/seine Lebenspartner/in haben das 65. Lebensjahr vollendet. Die Immobilie ist weitgehend schuldenfrei.
Die errechnete Leibrente muss mindestens 200 Euro betragen.
Wohnrecht:
Das vereinbarte Wohnrecht ist auf Lebenszeit berechnet.
Die monatliche Leibrente erhöht sich sofort, wenn der/die Wohnrechtsinhaber aus der Immobilie ausziehen (Umzug ins Seniorenheim/betreutes Wohnen) und das Wohnrecht im Grundbuch wieder gelöscht ist.
Der Erhöhungsbetrag entspricht dem im Vorraus errechnetem Wohnrecht.
Zeitrente:
Bei der Variante Zeitrente wird der Rentenbetrag für die vereinbarte Zeit gezahlt. Im Todesfall der Zeitrentenberechtigten danach an die Erben. 
Einmalzahlung:
Der/die Leibrentenbezieher können bei Vertragsabschluss eine einmalige Vorabzahlung erhalten.
Die Vorabzahlung reduziert entsprechend die monatliche Leib- oder Zeitrente.
Rentenhypothek:
Zu verrentende Immobilien können mit Resthypotheken belegt sein. Die Resthypothek darf jedoch nicht mehr als 30% des Immobilienwertes betragen.
Die Resthypothek kann zukünftig durch den/die Leibrentenbezieher weiter bedient werden oder durch den Rentengeber abgelöst werden. In jedem Fall ist dann im Grundbuch der zu verrentenden Immobilie ein notarielles Freistellungsversprechen zu beurkunden.  
Rückabwicklung:
Der/die Leibrentenbezieher können zu jeder Zeit die Rückabwicklung des Leibrenten / Zeitrenten-Vertrages mit Wohnrecht verlangen. Bei der Rückabwicklung müssen die bis zu diesem Zeitpunkt gezahlten Rentenzahlungen zzgl. Zinsen und den Anschaffungsnebenkosten (Grundsteuer, Notarkosten, Gutachten, sonstige Kosten) erstattet werden.
Eine Rückabwicklungstabelle mit Jahreszahlen wird bei der Angebotsabgabe für die Leibrente notariell vereinbart.
Todesfall:
Im Falle des Todes der Leibrenten- und Wohnrechtberechtigten erlischt das Wohnrecht innerhalb von 4 Wochen nach Eintritt des Todes des/der Wohnrechtberechtigten. Der Anspruch auf Zahlung der Leibrente erlischt sofort mit Ablauf des Monats, in dem der/die Leibrentenberechtigten versterben.
Erbfall:
Wenn Erben der Leibrentenberechtigten vom Gericht eingetragen wurden, haben diese das Recht, innerhalb von 6  Monaten nach Todesfallzeitpunkt des/der Leibrentenberechtigten die Rückabwicklung des Leibrentenvertrages zu verlangen. Nach Ablauf der 6-monatigen Wartezeit auf die Erbenerklärung ist der Rentengeber frei in der Nutzung der durch Leibrentenzahlung erworbenen Immobilie.
Steuern:
Die Leibrentenbezieher sind verpflichtet, ihre bezogene Zahlungsleistung zu versteuern. Die Versteuerung erfolgt ausschließlich auf den Ertragsanteil der Leibrente und ist seit dem 01.01.2005 im "Alterseinkünftegesetz" geregelt. Der Grund für die altersabhängige geringe Besteuerung der monatlichen Bezüge liegt darin, dass ein wesentlicher Teil der Leibrente aus dem Verkauf der Immobilie stammt und somit aus bereits versteuertem Vermögen.

Alle Ihre Vorteile auf einen Blick:

 

  • Lebenslanges Wohnrecht in der vertrauten Umgebung
  • Hohe Sicherheit durch Reallast-Eintragung in Grundbuch
  • Geringe Steuerbelastung der erhaltenen Rentenzahlungen
  • Bei Aufgabe des Wohnrechts höhere Leibrentenbezüge
  • Inflationsschutz durch Wertsicherungsklausel
  • Erbfallregelung
  • Rückabwicklung möglich
  • Sicherung durch Rückauflassungsvormerkung
  • Wohnkosten entsprechen den Kosten für gemieteten Wohnraum
  • Bei der Leibrente sind auch bei Langlebigkeit des Leibrentenbeziehers der Wohnraum und die Leibrente garantiert